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Augentropfen gegen Kurzsichtigkeit 

  - Als neues Mittel gegen die Kurzscihtigkeit tauchen vermehrt in den Medien Berichte über Augentropfen gegen Kurzsichtigkeit auf- was ist davon zu halten?

     Es handelt sich dabei um niedrigkonzentrierte Atropinaugentropfen. Diese müssen 1 x täglich über Jahre angewendet werden und sollen das Fortschreiten der           Kurzsichtigkeit bei Kindern und jungen Erwachsen aufhalten. Das Ausmaß der Minderung des Fortschreitens der Kurzsichtigkeit soll bei bis zu 50% liegen. Alle wesentliche Studien dazu stammen aus Asien. Entsprechende Studien aus Europa gibt es dazu nicht. Dieses Prinzip der eventuellen Wirkung von Atropin auf die Kurzssichtigkeit ist schon seit 1860 in Europa bekannt. Nebenwirkungen wie Blendung und Unscharfsehen in der Nähe treten nur bei ca 2% der Behandelten auf.

Man muss diese Therapie jedoch sehr skeptisch sehen. Eine seit 150 Jahren bekannte Therapie die ein Fortschreiten der Kurzsichtigkeit verlangsamt oder stoppt wäre schon längst Standard in der Medizin wenn sie wirklich hilft. Insofern ist eher von einer fehlenden oder minimalen Wirkung dieser Behandlung auszugehen.

Schaden tut ein Versuch bei Wunsch nicht. Die Tropfen sind jedoch keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse sondern Privatleistung.

Augentropfen bei Glaskörperverdichtungen

Es handelt sich dabei um 0,01% Atropinaugentropfen, Diese Tropfen bewirken eine minimale Erweiterung der Pupille um 1mm. Das soll bei Menschen mit störenden Trübungen des Augeninneren " Mouches volantes"einen positiven Effekt haben. Die derzeitige Datenlage ist noch zu gering um sichere Aussage zum Nutzen treffen zu können. Ein Versuch schadet jedoch nicht.

 

Office-Syndrom, trockenes Auge

Beschwerden:

  • tränen, drücken, stechen des Auges, Druckgefühl "hinter" dem Auge,
  • Verschwommensehen während des Fernsehens , bei der Arbeit am PC oder Lesen von Büchern oder während des Autofahrens,
  • starkes Tränen der Augen beim Wechsel Warm- Kalt
  • Rötung des Auges.

Ursache:

  1. Computerarbeit (durch das konzentrierte Sehen auf den Bildschirm wird weniger gezwinkert , durch den fehlenden Lidschlag trocknet die Augenoberfläche aus.
  2. zunehmende Belastung mit Allergen durch synthetische Bau- , Dämm- und Farbstoffe und fehlende Luftzirkulation im Rahmen des Sparens an Energie- und Heizkosten. (zunehmende Zahl an ganzjährigen leichten chronisch allergischen Reizungen der <Augeoberfläche)
  3. altersbedingte Veränderung des Tränenfilm

 

Zur Beseitigung dieser Beschwerden ist meist kein Arztbesuch notwendig. In der Apotheke frei erhältliche sogenannte „Tränenersatzmittel“ oder leichte antiallergische Augentropfen (Cromoglycin) beseitigen diese Beschwerden. Die Tränenersatzmittel (Hyaluronsäure oder Carbomere) enthalten unterschiedliche Mittel zum Ersatz des körpereigenen Fettes im Tränenfilm. 

Man kann diese Tränenersatzmittel und antiallergischen Augentropfen bedenkenlos über Jahrzehnte verwenden. Die Häufigkeit der Anwendung muss jeder Patient für sich selber herausfinden. Standard sind heute dabei Produkte ohne Konservierungsmittel.Bei weiterem Bestehen der Beschwerden trotz 5-6 maliger Applikation der Tränenersatzmittel pro Tag müssen (ebenfalls frei verkäufliche) gelige Tränenersatzmittel oder Augensalben verwendet werden.

 

Informationsbroschüre

 

Mouches volantes, Glaskörperverdichtungen, Augenmücken

Ursache: Das Auge ist  mit einer gelartigen durchsichtigen Substanz gefüllt (Glaskörper). Im Laufe des Lebens altert diese Substanz. Sie sinkt in sich zusammen und bildet dünnere und dichtere Stellen. Die dichteren Stellen kann man sehen wenn sie vor der Stelle des schärsten Sehens sind. Sie haben unterschiedlichste Formen, Schwaden oder Ringen. Sie bewegen sich beim Sehen mit dem Auge mit. Es handelt sich dabei um harmlose Veränderung die jeder Mensch im Laufe seines Lebens mehr oder weniger ausgeprägt hat. Die Veränderungen verschwinden mit der Zeit oder es findet eine Gewöhnung statt. 

Bei extrem starken Beschwerden helfen bei einem Teil der Patienten Tränenersatzmittel, gering konzentrierte Atropinaugentropfen oder eine Behandlung mit Laser.

Information zu den "Augenmücken"


3. Immer wieder auftretende schmerzhafte Einrisse im äußeren Lidwinkel mit dem Gefühl eines Fremdkörpers im Auge. Ursache trockene Lidhaut. Abhilfe schafft hier eine einfache in jeder Drogerie erhältliche fettende Lidcreme ( 2-3x täglich auf die betreffende Stelle auftragen).


4. Vermehrte Tränensäcke am Morgen bei nicht gerötetem Auge. Meist sind Frauen betroffen. Frauen haben hormonell bedingt eine weichere Haut. Dadurch schnellere und stärkere Faltenbildung. Auch bei Übergewicht, Diabetes mellitus und Bluthochdruck können diese Veränderungen auftreten. Die Therapie fällt in den Bereich des Hausarztes, da dafür die Erkrankungen - selten auch Medikamente ursächlich sind. 


5. Verschlechterung der Lesefähigkeit ab dem 40 Lebensjahr.

Sogenannte Altersichtigkeit.
Ursache: Nachlassen des Umstellmechanismus von Nah auf Fern.
Therapie: Lesebrille


Wie oft soll man zur Routinekontrolle zum Augenaugenarzt?

 

  • ab dem 40. Lebensjahr alle 5-6 Jahre, ab dem 50. Lebensjahr alle 4-5 Jahre, ab dem 60. Lebensjahr alle 3 Jahre 
  • bei kurzsichtigen Patienten mit einer Brillenstärke über 3 Dioptrien Kontrolle des Augenhintergrundes bei weiter Pupille zum Ausschluß von Rissen , Löchern oder Schwachstellen der Sehschicht alle 3-4 Jahre

 

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