Man kann nur die seltenere Form der Makuladegeneration behandeln, bei der Gefäße unter der Sehschicht wuchern. Dabei werden die wuchernden Gefäße mit gefäßhemmenden Stoffen verschlossen. Diese Therapie ist nur bei frischen Gefäßwucherungen wirksam. Bei dieser Therapie ist kein dauerhafter Erhalt der Sehschärfe möglich. Nach ein bis zwei Jahren wirken die gefäßhemmenden Stoffe nicht mehr. Es kann also keine Heilung, sondern nur ein Hinauszörgern des weitgehenden Verlustes des Sehvermögens erreicht werden.
Eine mögliche Therapie ist trotzdem immer sinnvoll, da eine Verlängerung einer Sehschärfe , die Lesen und Fernsehen ermöglicht in puncto Lebensqualität unbezahlbar ist. Die Kosten für derartige Behandlungen werden derzeit fast vollständig von den Krankenkassen übernommen.
Wenn keine Gefäßwucherungen unter der Sehschicht vorliegen (häufigste Form der altersbedingten Makuladegeneration) ist häufig bei der altersbedingten Makuladegeneration eine Verlangsamung oder Aufhalten des Fortschreitens durch „ Nahrungsergänzungsmittel“ möglich.
Zur Verdeutlichung des Degenerationsprozesses folgende Abbildungen.
Bild 1 zeigt den Augenhintergrund eines gesunden Patienten, Bild 2 den Augenhintergrund eines Patienten mit altersbedingter Makuladegeneraration. Man sieht beim Vergleich nur geringe Unterschiede. Erst in der Gefäßdarstellung Bild 3 wird deutlich, dass bei der altersbedingten Makuladegeneration eine Gefäßwucherung unter der Sehschicht vorhanden ist, aus der nebelartig Flüssigkeit austritt. Es handelt sich hier um eine frische Gefäßwucherung bei der durch Behandlung eine Verbesserung der Sehschärfe von 20 auf 70 Prozent erreicht wurde.
Zur Vergrößerung der Bilder bitte jeweils auf das Bild klicken.
|