Mehr als dreiviertel unserer Umwelt nehmen wir mit den Augen wahr. Entsprechend wichtig ist ein gut entwickeltes Sehen von Kindheit an.
Ursache von Augenkrankheiten:
Häufigste Gründe für ein nur einseitiges Sehen oder fehlendes räumliches Sehen
sind Schielen und Seitenunterschiede in den Brillenwerten der Augen.
Das hat nicht nur Nachteile für die spätere Berufswahl (für viele Berufe ist ein normales räumliches Sehen notwendig). Das Erblindungsrisko durch Verletzungen oder Erkrankungen im Laufe des Lebens ist doppelt so hoch, wenn nur ein funtionierendes Auge vorhanden ist.
Welche Behandlungs-
möglichkeiten bestehen?
Ausgleich von Brillenwerten mit entsprechenden Brillengläsern. Verbesserung der Sehschärfe des schlechteren Auges durch zeitweises Abkleben des besseren Auges. Bei starkem Schielen eine Schieloperation vor der Einschulung.
Erfolgsaussichten:
Die Chancen für eine gute Entwicklung beider Augen sind umso höher je eher der Fehler erkannt und behandelt wird.
Eine Sehverbesserung des schlechten Auges ist nur bis zum 14. Lebensjahr möglich.
Wann sollte ein Kind zum Augenarzt?
bei sichtbaren Auffälligkeiten, Schielen, Augenzittern, weißer Pupille (Abb.1), großen lichtscheuen Augen (Abb.2), Lidauffälligkeiten- oder- falls Sie sich einer Sache nicht sicher sind –sofort!
Abb.1:
weiße Pupille
Abb.2:
große lichtscheue Augen
mit einem Jahr bei in der Familie bekanntem Schielen, hohen Brillenwerten oder wenn bei anderen Familienmitgliedern schon im frühen Kindesalter Augenerkrankungen auftraten
mit drei Jahren sollen alle Kinder einmal untersucht werden
Zusammenfassung:
Kinder können nicht sagen, ob mit ihren Augen etwas nicht stimmt. Sie brauchen ihre Augen ein Leben lang.