Zweck

Verbesserung der Lesefähigkeit von Büchern und Zeitschriften
(Sehhilfen zur Verbesserung der Sehfähigkeit in der Weite kommen selten zum Einsatz)

wer benötigt sie

fast ausschließlich Patienten mit altersbedingter Makuladegeneration, seltener Patienten mit sehr hohe Kurzsichtigkeit oder Erbkrankheiten der Stelle des schärfsten Sehens (Makula).

Arten
  • je nach Stärke der Einschränkung des Sehvermögens werden unterschiedliche Arten von Sehhilfen verwendet:   
    1. bei gering  eingeschränkter Sehschärfe verstärkte Lesebrille (Lupenbrille) oder Lesestein (speziell geformtes Glasstück, dass direkt auf die Zeitung oder das Buch gelegt wird)
    2. bei stärker eingeschränkter Sehschärfe werden beleuchtete Leselupen verwendet. Hierbei gilt: je stärker die Vergrößerung, desto kleiner ist der Zeitungsauschnitt, der betrachtet werden kann.
    3. bei schwersten Sehstörungen kommen elektronisch vergrößernde Lupen, Bildschirmlesegeräte oder Vorlesegeräte zum Einsatz

 

Lupenbrille

Lupenbrillen oder verstärkte Lesebrillen werden bei geringer Sehminderung verwendet. Luppenbrillen sind dabei eher für junge Patienten geeignet.

beleuchtete Leselupen

sie werden am häufigsten verwendet. Bei Sehschärfen zwischen 10 und 30 Prozent ermöglichen Sie das Lesen von großer Schrift und teils auch normaler Schrift mit zusätzlicher Lesebrille.

elektronische Sehhilfen

bei sehr starken Sehminderungen kommen elektronische Geräte zum Einsatz. Sie bestehen aus einer Kamera und einem Bildschirm. Mit ihnen ist eine höhere Vergrößerung als mit optischen Sehhilfen möglich. Stationär werden Bildschirmlesegeräte und für unterwegs mobile elektronische Leselupen verwendet.

Kosten

Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt bei einer Sehschärfe von beidseits weniger als 30 Prozent die Kosten anteilig oder voll