Individuelle Gesundheits-Leistungen

 

Individuelle Gesundheits-Leistungen (IGEL) sind Leistungen, deren Kosten in der Regel nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen werden, somit privat bezahlt werden müssen.

Anders bei den privaten Krankenkassen, hier werden die Kosten übernommen, wenn die Untersuchung medizinisch notwendig ist.

Wir beraten Sie dabei gerne.

Unser Angebot an Individuellen Gesundheits Leistungen

Glaukomvorsorge

Der grüne Star (Glaukom) ist eine der häufigsten Erkrankungen des Auges und zweithäufigste Erblindungsursache weltweit(Zitat Weltgesundheitsorganisation-WHO). In Deutschland hat jeder 13. Bürger über 75 Jahre ein Glaukom. Oft ist dieses nicht erkannt und wird nicht behandelt. Bei dieser Erkrankung kommt es durch einer zu hohen Augeninnendruck zu einer Schädigung und Zerstörung des Sehnerven, die nicht wieder rückgängig gemacht werden kann. Eine Augeninnendruckmessung und Kontrolle des Sehnerveneintritts in das Auge sollte deshalb ab dem vierzigsten Lebensjahr alle 4 Jahre, ab dem fünfzigsten Lebensjahr alle 3-4 Jahre und ab dem sechzigsten Lebensjahr alle zwei Jahr erfolgen. Dass die Glaukomuntersuchung Bestandteil jeder Augenuntersuchung sein sollte wird auch vom International Council of ophthalmology in seinen Leitlinien bestätigt (Richtlinien als PDF)

Optimal ist die Augeninnendruckmessung mit gleichzeitiger Messung der Hornhautdicke um die Messwerte für Sie als Patienten genauestens auswerten zu können. Die meisten Meßverfahren des Augeninnendrucks sind auf eine Dicke von 550 µm der Hornhaut (Außenschicht des Auges) geeicht. Abweichungen, die bei ca. 30 Prozent der Bevölkerung auftreten, können zu einer Änderung des Meßwertes von bis zu 25% und mehr führen. Es werden also falsch zu hohe oder zu niedrige Werte bei einem Drittel aller untersuchten Patienten gemessen, wenn dieser Faktor nicht berücksichtigt wird. Die Messung der Dicke der Hornhautdicke erfolgt heutzutage am genauesten optisch mit Scheimpflugfotographie oder Laser.

In unserer Praxis erfolgt bei der Glaukomvorsorge eine Augeninnendruckmessung sowie eine Kontrolle des Sehnerveneintritts im normalen Mischlicht sowie eine Beurteilung des Sehnerven und der Sehnervenfaserschicht im grünfreien Licht.

 

Sehnervendiagnostik bei Glaukom (HRT,OCT)

Die bei einem Glaukompatienten durchgeführten vierteljährlichen Augeninnendruckkontrollen und im Schnitt jährlichen Gesichtsfeldkonntrollen erlauben keinen Rückschluss darüber ob ein Fortschreiten des Schadens am Sehnerven stattfindet oder nicht. Dies ist nur mit Untersuchungen des Sehnerven mit Laser mittels des HRT (Heidelberg-Retina-Tomographen) oder der Vermessung des Sehnerven mittels des OCT (optische Kohärenztomographie)möglich. Diese beiden Messungen sollten bei Glaukompatienten anfangs 1x jährlich, bei stabilem Befund des Sehnerven alle 2 bis 3 Jahre wiederholt werden.

 

Untersuchung der Sehschicht mit OCT (optische Kohärenztomographie)

Veränderungen der zentralen Sehschicht werden heutzutage entsprechend der Standes der medizinischen Möglichkeiten mit der optischen Kohärenztomographie untersucht, wenn bei der normalen Untersuchung mit Spaltlampe keine eindeutige Diagnose gestellt werden kann. Dabei erfolgt eine schichtenweise Vermessung der Sehschicht, die zu einem zweidimensionalen Schnittbild zusammengesetzt wird. Damit können nicht nur Aussagen dazu gemacht werden um was es sich handelt (z.B. Wassereinlagerungen,Membarnen auf der Sehschicht), auch können diese Veränderungen quantitativ kontrolliert werden- zum Beispiel Wassereinlagerungen in der Sehschicht bei der altersbedingten Makuladegeneration, Gefäßverschlüssen der Sehschicht und Veränderungen der Sehschicht bei Diabetikern.

Fotographische Verlaufskontrolle von Veränderungen
  • am Augenhintergrund:
    z.B. bei Pigmentfecken der Netzhaut
  • am Vorderabschnitt des Auges:
    - Bilder werden sofort mitgegeben